I N D I E N H I L F E · F A T H E R · M A T H I A S
in N o s w e n d e l

 

 

Zwei unzertrennliche Freunde
Zwei unzertrennliche Freunde
Father Mathias und "seine Jugend"
Father Mathias und "seine Jugend"
Anschrift in Indien: Fr. Dr. Gabriel Mathias
"Genesaret Mansion"
No. 627, Bharathiyar Street
I.O.B. Nagar - S I P C O T
R A N I P E T · 6 3 2 4 0 3
Tamil Nadu / I n d i a
Tel.: 0091 41722 44458
E-Mail: gemates@rediffmail.com
Kontaktperson in Deutschland: Edgar Schuster
Deltstraße 61
66687 W a d e r n
Tel.: 06871 2359
E-Mail: edgar.schuster@noswendler.de
Spendenkonto: "Indienhilfe Father Mathias"
Sparkasse Merzig-Wadern
BLZ.: 59351040
Kto.Nr.: 200269009
IBAN: DE19 5935 1040 0200 269009
Steuerbegünstigt: Finanzminister Saarland
B/III/606/86-A 2223

 

 

Wie kam es zur "Indienhilfe"?

Dr. Gabriel Mathias, Sohn katholischer Eltern aus KALLERY, einem kleinen Dorf im Südosten Indiens, studierte in CHENNAI (Madras) und später in Rom. Dort wurde er 1966 von Papst Paul VI. zum Priester geweiht und promovierte zum Doktor des Kirchenrechts. Um auch die deutsche Sprache zu erlernen, verbrachte er in den Jahren 1968 bis 1971 einige Monate in Deutschland als "Aushilfspfarrer" in Salmendingen (Schwarzwald), wie auch in Wadern und in der dortigen Filiale in Noswendel. Dann ging er zurück in seine Heimat und übernahm dort die katholische Pfarrei in KOLLOPALUR. Hier war er 13 Jahre tätig.

Der ehemalige Waderner Kaplan Willi Geyer hielt die Verbindung mit seinem indischen Freund aufrecht und besuchte ihn 1980, nach vierwöchiger abenteuerlicher Fahrt mit einem VW-Bus über Bulgarien, Türkei, Iran, Pakistan bis in die Südspitze Indiens, in dessen Pfarrei in Kollopalur. Seelsorgerisch, sozial und medizinisch mussten beide nun gemeinsam große Probleme angehen. Ein Zeitungsbericht darüber im Trierer PAULINUS wurde auch in Noswendel gelesen. Und so kam es, dass der "Männergesangverein Concordia Noswendel" bei seinem ersten Weihnachtskonzert 1980 auf Eintrittsgelder verzichtete und die freiwilligen Spenden in Höhe von 1.330 DM ihrem ehemaligen indischen Aushilfspfarrer überwiesen. Dies war der Grundstein für die "INDIENHILFE FATHER MATHIAS"" in Noswendel.

Es folgten alljährlich weitere Weihnachtskonzerte des MGV Concordia, später auch Konzerte des Kinderchores "Noswendeler Spatzen", des Musikvereines Lyra Noswendel, sowie gemeinsame Konzerte mit Solisten und instrumentaler Begleitungen. Auch der Kirchenchor sang mit. 25 Jahre lang veranstaltete man "Indientage am Noswendeler See" mit ebenso großem finanziellen Erfolg. Alle Einnahmen gingen und gehen heute noch in voller Höhe nach Indien, da keinerlei Verwaltungskosten anfallen.

Bei seinem Einsatz als "Aushilfspfarrer" in Salmendingen, lernte Father Mathias seinen Freund und Priesterkollegen Edwin Höll kennen. Diese persönliche und sehr herzliche Freundschaft ist bis heute mehr als ein großer Baustein unserer "Indienhilfe". Edwin Höll, katholischer Priester seit 1958, später auch Pastor in Pforzheim und Moosbronn, wohnhaft in Kappelwindeck (Bühl bei Baden-Baden), betreut noch heute das Kloster Neusatzeck und hat mit vielen seiner Freunde und Bekannten enorm großen Anteil am Spendenaufkommen für seinen Mitbruder in Indien.

Father Mathias "vor Ort" wusste genau, wie er die Spenden aus Deutschland einsetzen musste. In Kollopalur baute er Brunnen zur Wasserversorgung, gründete eine Molkerei, damit auch arme Familien Milch für ihre Kinder bekamen. Das Wichtigste für ihn war jedoch, sich um die Schulausbildung der Kinder zu sorgen. Er baute eine Schule und finanzierte Lehrer und Lernmaterial. In einer Krankenstation wurden von deutschen Schwestern aus dem "St. Thomas Hospital" im nahe gelegenen CHETPET viele arme Patienten, auch Leprakranke, behandelt. Fast 14 Jahre war er hier tätig.

 

Schule und Ausbildung

Am 14. Januar 1986 übergab der Bischof von VELLORE "Michael Augustine" dem indischen Priester Father Mathias ein fast 5 ha großes ödes Land in SIPCOT, einer jungen Industriestadt, etwa 100 km von MADRAS entfernt, um dort ein neues Pfarrzentrum aufzubauen. Zuerst wurde nach Wasser gebohrt und drei Brunnen angelegt. Neben einem Pfarrhaus, einer kleinen Kapelle, einer Schreinerei, einem Mehrzweckgebäude mit dem Namen "Concordiahaus", wurden auch die Pläne für eine große Schule innerhalb von drei Jahren verwirklicht. Heute besuchen fast 300 Kinder die Schule, wo in zwei Sprachen - Tamil und Englisch - gelehrt und gelernt wird.

Die erste Schule in Sipcot in 1990
Die erste Schule in Sipcot in 1990
Die zweigeschossige Schule heute
Die zweigeschossige Schule heute

Die schulische Erziehung der Kinder und die spätere Berufsausbildung der Jugendlichen ist die Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Armut und die einzige Chance, der lebenslangen Unterdrückung zu entkommen. Welcher Religion die Kinder angehören (fast 90 % Hindus) spielt bei Father Mathias keine Rolle, die Einrichtungen sind für alle offen. Die Berufsausbildung, ob in einer Schule, als Handwerker oder sonstigen Berufen kostet Geld. So wurden bisher viele Hundert Jugendliche dabei mit finanzieller Hilfe unterstützt. Fast alle Kinder, die vor über 20 Jahren unsere Schule in Sipcot besuchten, sind heute stolz auf ihren Beruf und ihre Arbeitsstätte. Ihre Familien beteiligen sich so an den Schulkosten ihrer Kinder, dass sich die Schule im "St. Thomas Centre Sipcot" heute schon fast selbst trägt.

 

Hilfe aus dem Schwesternhaus der "Brigittinen"

Ein Segen für das neue "St. Thomas Mission Centre" war, dass bereits 1990 der BRIGITTINEN-ORDEN, mit Hauptsitz in Rom, ebenfalls hier ein eigenes Schwestern-Zentrum errichtete. Seither sind ständig 12 bis 15 Schwestern in der dringend erforderlichen Seelsorgearbeit, im Kindergarten, in der Schule, in der Kranken- und Altenfürsorge und bei sonstigen Hilfsdiensten tätig. Der Orden baute ein Schwesternhaus, ein "Hostel" für alleinstehende Frauen, ein für indische Verhältnisse einmaliger Gebäudekomplex. In großer Gemeinschaft wurde eine Kirche im indischen Stil errichtet. Sie dient heute auch vielen Nichtchristen als Begegnungsstätte und Ort des Gebetes und der Meditation.

Schwesternhaus und Hostel 1992
Schwesternhaus und Hostel 1992
Schwesternhaus und Kirche heute
Schwesternhaus und Kirche heute

Der Brigittinen-Orden baute auch einen neuen Kindergarten im "Centrum Sipcot", da nun alle Klassenräume der Schule für den Unterricht gebraucht wurden. Seit Mai 2012 besuchen etwa 30 kleine Kinder diese von den Schwestern betreute Einrichtung.

 

Krankenstation "SAGAYA ANNAI DISPENSARY"

Etwa 20 km von SIPCOT entfernt betreute Father Mathias auch die Filiale SAHAYAPURAM. In dieser ländlichen Gegend wurden zahlreiche ärmliche Hütten durch neue Wohnhäuser ersetzt. Arme Familien können sich nun in den neuen Räumen mit Stromanschluss wohlfühlen. Vielen Familien wurde eine Kuh geschenkt, ein "Reichtum", den sich oft kinderreiche Familien nicht leisten können.

Die größte Investition in SAHAYAPURAM war eine Krankenstation. Ein Arzt, ein Apotheker, Schwestern und mehrere Helferinnen betreuen hier 300 bis 400 Patienten wöchentlich. Diese kommen oft viele Kilometer weit zu Fuß, um medizinische Hilfe zu erhalten. Hepatitis und Lepra sollen frühzeitig erkannt werden, regelmäßige Untersuchungen der Augen und Zähne dienen vorbeugenden Aktionen. Die Behandlungen und fast alle notwendigen Medikamente werden durch die "Indienhilfe Father Mathias" finanziert. Krankenversicherungen und "Sozialhilfen" gibt es bisher noch nicht. Die "Dispensary" wurde inzwischen von Sahayapuram nach Thiruvalam verlegt. Dieser Ort liegt zentral am Rande einer Stadt und ist von Patienten und Personal weitaus besser zu erreichen.

Patienten bei der 1. Dispensary
Patienten bei der 1. Dispensary
Krankenstation  in Thiruvalar
Krankenstation in Thiruvalar

 

Waisenhäuser

In Cheyar und Vandavasi wurden viele Jahre Waisenhäuser unterstützt. Fast 300 Kinder erhielten alljährlich neue Kleider. Große finanzielle Hilfen ermöglichten auch die Anschaffung neuer Schulbücher und des sonstigen Schulmaterials. Eine Tanzschule für "altindische Tänze" wurde gegründet und finanziell unterstützt.

Kinder bei indischen Tänzen
Kinder bei indischen Tänzen
Auch Waisenkinder können sich freuen
Auch Waisenkinder können sich freuen

 

Eine neue Missionszentrale entsteht

Seit 1999 betreut Father Mathias auch die "SALAI ST. XAVIER MISSION". Diese Filiale bei SOGANUR, mit einigen umliegenden Dörfern liegt 30 km von SIPCOT entfernt in einer sehr armen ländlichen Gegend. In kurzer Zeit wurden mehrere Brunnen gebohrt und das Schulgeld für eine Vielzahl von Kindern gezahlt. Die Gründung von Frauen-Selbsthilfegruppen mit unterschiedlichen Aufgabengebieten, ermöglichen es, gemeinschaftliche Projekte im Gesundheits- Hygiene- und Sozialbereich anzugehen. Father Mathias war überzeugt, dass sein Wirken auch hier erfolgreich sein würde, um vielen armen Menschen auf verschiedenste Art und Weise Hilfe zu bringen, ohne dass auf Rang, Religion und Kaste geachtet wird.

Ein glücklicher Zustand brachte ihn bald in Verbindung mit Schwestern des Ordens der "Dominikanerinnen". Wie in SIPCOT, kam auch dieser Orden zu dem baldigen Entschluss, hier im SALAI-CENTER ein Schwesternhaus zu bauen, um mit Father Mathias gemeinsam die dringend notwendigen Hilfen vor Ort anzugehen. Es war geradezu ein Segen.

Der Kirche, nach außen offen und strohgedeckt, riss an Weihnachten 2001 ein Sturm das Dach weg. Ein neues Gebäude, Kirche und Begegnungsstätte für "Jung und Alt" zugleich wurde alsbald errichtet.

Die erste Kirche in "SALAI"
Die erste Kirche in "SALAI"
Kirche und Mehrzweckgebäude zugleich
Kirche und Mehrzweckgebäude zugleich

Father Mathias ruhte nicht. Er legte, gemeinsam mit seinem Freund Edgar Schuster den Grundstein für eine Schule, denn die Schulausbildung war für ihn stets Grundvoraussetzung für die "Hilfe zur Selbsthilfe" dieser wirklich armen Menschen. Aus den anfangs 50 Schulkindern besuchen heute insgesamt 530 Kinder aus zwanzig umliegenden Dörfern diese erfolgreiche und mit modernsten Mitteln ausgestattete Einrichtung (Labor-, Chemie- und Computersaal).

Eingeschossige Schule in 2002
Eingeschossige Schule in 2002
Zwei Geschosse und Anbau in 2012
Zwei Geschosse und Anbau in 2012

Drei eigene Schulbusse holen die Kinder morgens früh in den 20 Dörfern ab und bringen sie am späten Nachmittag wieder nach Hause. Zur Zeit wäre allerdings ein Austausch dieser sehr alten Omnibusse dringend erforderlich. Die "Indienhilfe Father Mathias" ist dabei, auch hier wieder zu helfen.

4 Fahrer und 4 Begleitpersonen
4 Fahrer und 4 Begleitpersonen
So darf und soll es nicht weitergehen
So darf und soll es nicht weitergehen

 

Patenschaften für Kinder

Persönliche Unterstützungen für sehr arme oder behinderte Kinder sind auch auf dem Wege von Patenschaften möglich. Nach eigenem Wunsch kann man mit einem monatlichen Beitrag von 20 bis 50 € einer Familie große Unterstützung für deren Kinder zum Lebensunterhalt und besonders für deren schulische und berufliche Ausbildung helfen.

Father Mathias, der inzwischen auch schon 70 Jahre geworden ist, aber immer noch alltäglich mit vielen Ideen und Engagement die Einrichtungen leitet, hat auch an die "Zeit nach ihm" gedacht. Die Weiterführung aller bisher geschaffenen Anlagen und Einrichtungen, wie Kindergärten, Schulen, Kranken- und Sozialstationen, wurden vertraglich mit dem Bistum von Vellore und den beiden Orden (Brigittinen und Dominikanerinnen) abgesichert. Als "Geschäftsführer vor Ort" ist bereits sein langjähriger und zuverlässiger Mitarbeiter "Joseph" bestimmt und auch notariell eingetragen.

Die INDIENHILFE FATHER MATHIAS ist im Südosten Indiens zu einer bekannten Hilfsorganisation geworden.

Sie hilft

Unsere vielseitige Unterstützung dient diesem Mosaik von Einrichtungen.

 

Wir versichern:

Alle Spenden gehen ungekürzt "vor Ort". Für jegliche Hilfe sagen wir ein

"Herzliches Dankeschön!"